Hallo Leute!
Heute möchte ich Euch etwas über ein Thema berichten, das rein gar nichts mit Beauty oder Kosmetik zu hat: Blutspende.
Vor fast einem Monat habe ich mich entschlossen, zum ersten mal Blut spenden zu gehen. Da ich im Oktober erst 18 geworden bin und man volljährig sein muss, war ich sehr glücklich, dies endlich machen zu dürfen, weil ich das schon immer machen wollte. Ich finde, das ist eine extrem wichtige Sache, denn in Deutschland gibt es leider immernoch viel zu wenig Blut für Transfusionen usw.!
Falls Ihr noch nicht Blut spendet und evtl. Angst davor habt, möchte ich Euch kurz erzählen, wie es bei meinem "ersten Mal" war:
Ich habe mich im Internet nach Blutspendeterminen in meiner Nähe erkundigt und eine Veranstaltung hier im Ort gefunden. Oft werden Blutspenden von Gemeindezentren, Schulen oder anderen öffentlichen Einrichtungen durchgeführt. Kliniken bieten dies aber natürlich auch an!
Ich bin allein hingefahren, weil eine Freundin kurzfristig abgesagt hatte. Im Gemeindezentrum hier in der Nähe angekommen, habe ich mich erstmal als Erstspender registrieren lassen. Auf einem Formular habe ich meine persönlichen Daten eingetragen sowie die Adresse meines Hausarztes (der wird im Falle einer Auffälligkeit bei einer Blutprobe sofort benachrichtigt!). Danach musste ich einen zweiten Fragebogen ausfüllen, auf dem alle möglichen Krankheiten, Impfungen und Risiken abgefragt wurden. Außerdem wurde in mein Ohrläppchen gepiekst, um in einem Kurztest die Menge an roten Blutkörperchen in meinem Blut zu bestimmen, um eine Anämie auszuschließen. Dann wurde ich noch von einer freundlichen Ärztin gecheckt. Sie hat mich nochmal über den Ablauf aufgeklärt und mit mir meinen Fragebogen besprochen. So wurde ich dann zur Spende zugelassen und konnte mich auf eine von vielen Liegen legen.
Sofort kam ein Sanitäter bzw. Ehrenamtler vom DRK zu mir. Bei jedem Schritt musste ich mich erneut mit meinem Perso identifizieren, damit sichergestellt ist, dass das Blut zugeordnet werden kann. Dann ging es an die Blutspende selbst: Der Sani piekste mit einer (relativ dicken) Nadel (aber bitte keine Angst haben, es ist eigentlich wie beim Blut abnehmen!) in meinen linken Arm, also die Vene in der Armbeuge. Leider hat das nicht sofort geklappt, deshalb musste ich nochmal umgelagert werden, bis mir dann am rechten Arm Blut abgenommen wurde. Der Pieks tut nicht weh und die Spende an sich dauert nur wenige Minuten! Nach etwa 10 Minuten war der Beutel voll und die Blutspende vorbei. Ich sollte nun noch 10 Minuten liegen bleiben, damit ich keinen Kreislaufkollaps bekomme. Mir war während der ganzen Prozedur weder schwindelig, noch schlecht oder schummrig, mir ging es normal. Ich war die ganze Zeit etwas aufgeregt, weil ich dort niemanden kannte ich und das alles neu für mich war, aber das legt sich mit der Zeit.
Nach der Spende und dem Ausruhen muss man noch etwa eine halbe Stunde dort bleiben, falls es einem doch noch schlechter geht. Für den Aufenthalt war dort ein kleines Buffet aufgebaut mit belegten Brötchen und Obst. Essen und Trinken war dort kostenlos, allerdings bekommt man auch kein Geld für die Blutspende! Aber deswegen bin ich auch nicht dort hingegangen und das sollte auch niemand, finde ich. Nach einer halben Stunde bin ich dann normal nach Hause gefahren, konnte mich ganz normal bewegen ohne Beschwerden! Man sollte am selben Tag keinen Sport mehr machen, ansonsten ist eigentlich alles ok. Der Körper braucht eben ein bisschen Zeit, um den Blutverlust wieder auszugleichen. Wichtig ist außerdem, dass man am Tag der Spende viel viel trinkt, mindestens 2-3 Liter! Und man sollte sich natürlich gesund fühlen, denn wer will schon kranken Menschen seine Bakterien und Viren spenden... Zwar werden die Proben auf viele Erreger getestet, aber eben nicht alle. Es gibt viele Kriterien, die einen vom Spenden ausschließen können, genau könnt Ihr sie auf der Seite des DRK nachlesen.
Die Sache war ein großes Erlebnis für mich und ich werde es sicher wieder tun. Es ist ein gutes Gefühl, Menschen mit so kleinen Aufwand helfen zu können!
Heute, nach 3 Wochen, ist mein Spenderausweis gekommen. Darin steht meine Blutgruppe, was mir im Falle eines Unfalls ebenfalls helfen kann, da die Ärzte sofort wissen, was ich brauche! Mit dem Ausweis kann ich dann zur nächsten Blutspende gehen. Zwischen jeder Spende müssen übrigens mindestens 56 Tage liegen, Frauen dürfen im Jahr max. 4x und Männer max. 6x spenden! Mindestalter ist wie gesagt 18 Jahre.


Seit heute weiß ich so auch meine Blutgruppe :-)
Ich bin keine Heilsbotschafterin oder Sonstiges, aber dennoch möchte ich alle, die dies lesen, dazu aufrufen, spenden zu gehen! Es ist mit wenig Aufwand verbunden und es hilft sehr! Nicht nur die potenziellen Patienten profitieren davon, sondern auch Ihr selbst! Mit der Blutspende habt Ihr regelmäßig Bescheid darüber, ob Ihr eine Infektion o.ä. habt, denn der Hausarzt wird im Ernstfall sofort benachrichtigt.
Ich möchte Euch auch die Angst vor dem Pieks nehmen, denn das ist wirklich nicht schlimm! Dieser Pieks rettet Leben und das ist es allemal wert!
Liebe Grüße,
Lisa